Vergesellschaftungs-Report

Zusammengewöhnung ist nicht einfach...

Moderator: malthesa

Vergesellschaftungs-Report

Beitragvon MorningStar » 11.11.2008, 15:18

Ich schreibe hier einfach mal auf, was bei mir so passiert ...

2 ältere Mädchen (Lenin von mir, Luna von einer lieben Forumskollegin, die sie gebracht hat und mir beim Einräumen und Aufstellen der Wände half - nochmals danke an Dich!!!!) sollen zueinander finden. Beide sind "übriggeblieben".

Aalso: 1. Tag:

Trenngitter im 100er Becken, jede hat so ca. 25 cm Platz, es gibt Einstreu, Klorolle, Küchenpapier zum Nestbauen und Futter/Wasser.

Interessiertes, absolut aggressionsfreies Begutachten der Maus auf der jeweiligen anderen Seite, nachdem beide ihr Territiorium erkundet hatten. Lenin, meine Maus, war nach ca. 10 Tagen Einsamkeit schon recht inaktiv geworden, auch dünner, ist nun plötzlich so lebendig, daß sie versucht hatte, die Wand in die freie Fläche des Beckens zu überklettern, wär ihr fast geglückt. Diese ist nun ebenfalls verbarrikadiert.

Das neue Mäuslein, die agouti-Dame Luna, scheint sich recht wohl zu fühlen, ist ebenfalls sehr interessiert an den Vorgängen.

Nach einiger Zeit, in der beide sehr aktiv waren, sind sie nun platt. Schlafen im jeweils eigenen provisorischen Nest, noch nicht am Trenngitter.

Ein ganz liebes Danke unbekannterweise an Verena, die Meisterbastlerin - danke fürs Borgen der Wand und des Gitters!

Heute abend werden die Plätze getauscht, News kommen regelmäßig!


Liebe Grüße bis dahin,
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Beitragvon malthesa » 11.11.2008, 15:35

Ich wünschen den beiden dass sie sich schnell anfreunden und ihren Lebensabend zusammen verbringen können.
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Lg Eli
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Beitragvon MorningStar » 12.11.2008, 08:26

Mäusiges Update:

Gestern abends erster Platztausch. Die Nester waren ja eher provisorisch, es wurden jeweils andere Nester gebaut.

Selbiges heute früh, das "Zerstören" sah so aus, daß beide ziemlich alles umgegraben haben, aber nicht auf "ungute Art", sondern eben, wie sie graben. Kann ich jetzt eher nicht in die "aggressive Kiste" ablegen, was meint Ihr?

Ständiges Kontaktaufnehmen am Gitter. Sieht nett und interessiert aus, kein Trommeln, kein Zähnefletschen, kein garnix.

Fangen geht schon ein bißl einfacher.

Ich war übrigens so schlau, zwar eine Tränke mit Saugnäpfen zu kaufen, aber weil es die einzige mit Saugnäpfen war, hab ich natürlich eine mit Stift erwischt. Seehr gelungen :shock: ... also wird auch täglich die Wasserflasche getauscht, damit Luna "ihre" hat, vielleicht gewöhnt sich Lenin an den Stift, keine Ahnung, sie kriegt bis auf weiteres ihre Wasserschüssel.

Nochmals Flasche kaufen :evil:

Malthesa, hab ich Dir schon danke gesagt, daß Du so nette Vorarbeit geleistet hast? Wenn nein: DAAAANKEE!!!

Bis denne,
MorningStar :D :D :D
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Beitragvon MorningStar » 13.11.2008, 09:33

Tag 3:

Gestern abends wieder gewechselt, die jeweils anderen Nester wurden erst in langgezogener Bauchlage überstrichen (Markierung?), etwas auseinandergescharrt, und dann neu erstellt, am alten Platz.

Heute morgen, nachdem sie aus den Nestern gekrochen sind, war der erste Weg von beiden zum Gitter, ausgiebige Kontaktaufnahme. Sah nett aus, tun sie auch häufig untertags.

Als ich sie dann zum Tauschen in der Hand hielt, ließ ich sie ein wenig die Nasen zusammenstecken. Auch da war nur Interesse zu merken.

Wieder auf den neuen Plätzen hat Luna ein kleines bißchen getrommelt, ist in Lenins Nest getaucht, ohne irgendwie zu scharren. Das hat sie also nicht mehr zerstört.

Lenin hat ein wenig Lunas Nest auseinandergescharrt, das wars dann auch.


Hört sich doch ganz gut an, oder?
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Beitragvon MorningStar » 17.11.2008, 11:34

So - im Prinzip alles wie gehabt.

Nester werden nun überhaupt nicht mehr zerstört. Luna rückte ihres von gestern auf heute näher zum Gitter, Lenin sitzt noch da, wo es in der Hälfte immer war.

Am Freitag versuchen felicitas (von ihr kam Luna) und ich mal, die 2 Damen zusammenzubringen, wenn nicht noch was komplett schiefgeht in der Zwischenzeit.

:P
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Beitragvon malthesa » 17.11.2008, 15:08

Könntet ihr vermutlich schon vorher versuchen. Ich habe von ihr ja gestern meine zurückbekommen. Die haben sich dann bei mir am Gitter total angefeindet, aber übernacht dennoch alle 3 ans gitter gekuschelt geschlafen.
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Lg Eli
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Beitragvon MorningStar » 20.11.2008, 09:21

Hallo eli - ich glaub, vorher kriegen weder felicitas noch ich (ich hab derzeit meine komplizierte Phase) das geregelt, zeitlich, meine ich.

Ich hatte die letzten Tage nichts geschrieben, denn: Es gibt keine Änderungen, alles erfreulich friedlich. Die Nester rücken nun an beiden Seiten ans Gitter, allerdings noch auf den gegenüberliegenden Seiten. Wobei das ja nicht viel heißen muß, was ich so gelernt habe.

Meine Maus hat übrigens in der Zwischenzeit gelernt, aus der Trinkflasche zu trinken, sehr gut.

Liebe Grüße an alle!
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Beitragvon MorningStar » 21.11.2008, 04:24

So, heute ist der "große Tag". Am Nachmittag hoffen Felicitas und ich, daß alles gutgeht, drückt uns bitte die Daumen!

8)
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Beitragvon MorningStar » 24.11.2008, 16:07

So, eine Zusammenfassung:

Am Freitag war ja der "große Tag". Ich hatte Nervenflattern, felicitas Champagner dabei. Gut!

Gleich das Positive: Keine Streitereien, anfangs sah es so aus, als würde meine kleine schwarze Lenin die Chefin werden, aber das Blatt wendete sich bald, Luna war offenbar heiß, markierte, Lenin fiepte zwar ein wenig, und war verschüchtert, atmete auch recht heftig, aber ... letztlich passierte NIX.

Beide Mäuse waren schon länger wach gewesen, felicitas paßte auf, ich hätte wohl alleine die Nerven nicht gehabt. Zu groß wäre die Angst gewesen, daß einer Maus aus Unachtsamkeit "was passiert".

Nach letztlich ca. 1,5 - 2 Stunden ohne Streiterei entschied felicitas zu meiner Erleichterung, daß wohl nichts Böses mehr zu erwarten wäre und machte sich auf den Heimweg, das Wetter war ja bescheiden. Telefonisch mit in die Aktion eingebunden waren eli (danke!) und verena (danke!).

Ich blieb danach natürlich weiter in der Nähe. Angespannt, am Sofa. Hab literweise Wasser getrunken (einen Schnaps hatte ich schon, mehr vertrag ich nicht), damit ich was tue. Nein - die Biester gingen nicht schlafen, das wäre zu einfach gewesen.

2,5 Stunden später hoffte ich, mit weniger Licht der Aktivität ein Ende bereiten zu können - wie bei Vögeln, denen man die Decke über den Käfig wirft. Also: Licht aus, 3 Kerzen an.

Langsam kehrte Ruhe ein. Aber keine wirkliche Ruhe. Es wurde weiter rumgehuscht, ich sprang so um die gefühlte hundert Male auf.

Irgendwann ging ich ins Bett. Immer mit einem halben Ohr in Richtung Erdgeschoß, also: Kein besonders ruhiger Schlaf.



Samstag morgens:

Um 6 Uhr triebs mich aus dem Bett, erster Weg zu den Mäusen, und was sah ich? Meine schwarze Lenin im Nest, drunter (durch das Schwanzende zu erkennen), Luna. Also: Gekuschel!

Ich wartete, beide Mäuse tauchten verschlafen auf, keine mit Verletzungen ... beide mit bester Laune, ich beobachtete ein wenig, streute Futter - keine Streitigkeiten, es wurde gemeinsam gefressen, dann ein wenig gegenseitig geputzt und gleich wieder ab in die Heia.

Waren wohl fertig von Freitag (ja, ICH auch!).

Der restliche Samstag blieb ruhig, zu Mittag gab es noch Gurken- und Tomatenstückchen, genug für beide, verstreut, damit keine Streiterei aufkommt.

Weiterhin alles ruhig.


Sonntag:

Ebenfalls alles ruhig, es wird einander in Ruhe geputzt, die Schnäuzchens zusammengesteckt, gemeinsam gekuschelt und geschlafen. Alles, als wäre es schon immer so gewesen. Meine Lenin wird wieder zur Springmaus. Sie springt mittlerweile wieder aus dem Stand bis fast zum Käfigdeckel hoch: Doing, doing, doing - wie ein Flumi. Gerne 10 x hintereinander, es wird auch mal auf Luna gelandet. Luna hat kein Problem damit.

Zu Mittag gab es Mehlwürmer in einem Schüsselchen, beide Mäuse fraßen nebeneinander ohne Streit, obwohl Lenin immer wieder ins Schüsselchen kroch.


Heute, Montag:

In der Früh hab ich das Trenngitter gleich um 5 cm erweitert. Die Mäuse schliefen, die Aktion war ihnen egal, haben es offenbar nicht bemerkt. Schnarchnasen!


Zu Mittag weitere ca. 7 cm weggeschoben. Mäßiges Interesse.


Für heute lasse ich das mal so.


Liebe Grüße,
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Beitragvon malthesa » 24.11.2008, 19:28

Herzlichen Glückwunsch!

Sobald du das ganze Becken offen hast, gib alle 2 Tage mehr Einstreu hinein, ich würde mind 20, wenn nicht 30cm reintun. Im Grunde sollte sich Lenin das Springen abgewöhnen.
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Beitragvon MorningStar » 25.11.2008, 09:16

Okay, eli, mach ich, danke für die Info!

Warum sollt Lenin nicht mehr springen? Ich kann das gar nicht einordnen, warum, wieso.

Wenn ich jetzt rüberrücke, morgen wahrscheinlich wieder, kann ich da schon immer eine Handvoll vom Streu des 2. Abteils rübertun?
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Beitragvon malthesa » 25.11.2008, 12:42

Speingen tun die normal nur wenn zu wenig streu drinnen ist.
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Beitragvon MorningStar » 25.11.2008, 13:31

Das wußte ich nicht, danke!!!! Gut, daß Du Dich so sehr mit dem Verhalten auseinandersetzt. felicitas hat mir ja auch ganz neue Aspekte erklärt.

Du, eli, kann ich was vom Streu aus dem 2. Abteil rübertun - also, das alte Wechselabteil? Müßte gehen, da es nach beiden riecht.
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Beitragvon malthesa » 25.11.2008, 14:46

Ja sicher, kannst auch frisches dazu das ist egal, nur nicht zuviel auf einmal. Ich ich denke am WE kannst auch mal das ganze becken hergeben.
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Beitragvon MorningStar » 27.11.2008, 07:01

Weiteres Update:

Am Dienstag hatten sie dann das halbe Becken, heute früh hab ich nochmal 10 cm gerückt. In den letzten 2 Tagen hab ich langsam das Streu aus dem 2. Abteil ja rübergetan, ist schon besser, sah Lenin nicht mehr hüpfen.

Heute hab ich ihnen zum Einrichten Heu dazugetan, es bleibt schön ruhig und friedlich. Die beiden scheinen etwas symbiotisch verwachsen zu sein :D - eine alleine sieht man fast nie.

Entweder sie schlafen auf einem Haufen, oder sie fressen nebeneinander, sie putzen einander ... da haben sich offensichtlich wirklich die beiden richtigen gefunden.

Wie schön!

Samstag werden sie wohl das ganze Becken kriegen ... und dann ab Montag täglich ein Stück Einrichtung.

Liebe Grüße,
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