2:1 Vergesellschaftung von Mädls

Zusammengewöhnung ist nicht einfach...

Moderator: malthesa

2:1 Vergesellschaftung von Mädls

Beitragvon krumelchen » 07.04.2010, 14:23

Hallo,

möchte Euch den Lauf meiner aktuell laufenden Vergesellschaftung natürlich nicht vorenthalten.
Aber alles mal der Reihe nach ...

Da vor ca. 6 Wochen Ginger (Wildi-Mix) vermutlich an einem Nierentumor gestorben ist war ihre Tochter, Shorty, nun alleine. Es hat sich so gesehen gut getroffen, dass ich gerade aus einer Bestandsauflösung Mama + Tochter bei mir zur Pflege hatte (sollten eigentlich vermittelt werden) und jetzt versuche ich gerade die beiden Notis mit meiner Einzeldame zu vergesellschaften.

Seit fast 3 Wochen sind sie nun im Trenngitter und ich wechsle 1-2 Mal pro Tag die Seiten.
Am Gitter war keine von den beiden Grossen böse oder dergleichen. Beim Seitenwechsel konnte ich nur das normale Geschnuppere des "fremden" Geruches beobachten.
Nach gut einer Woche war dann Eli bei mir und hat versucht die Damen zusammenzusetzen.
Dazu muss ich sagen, dass ich mich bis dato nicht mehr getraut habe selbst Mäuse zusammenzusetzen nachdem ich vor gut 2 Jahren bei einer Vergesellschaftung so gebissen wurde (die Mäuse hatten vorher rohe Karotten zum Fressen bekommen), dass ich einen anaphylaktischen Schock hatte.
Die Mama hatte auf Eli's Arm schon "vibriert" und auch etwas mit den Zähnen geknirscht. Da es aber ruhig geblieben ist hat Eli die drei auf eine Seite des Gitters gesetzt. Eine kurze Zeit lang hat das auch ganz gut funktioniert, nur irgendwann haben sich die zwei Älteren gekugelt - zum Glück aber nicht gebissen - und sie wurden wieder getrennt. Die Tochter blieb nun bei Shorty (die beiden haben sich von Anfang an vertragen) damit diese nun wieder etwas Gesellschaft hat.

Nun habe ich überlegt, was mache ich wenn diese Vergesellschaftung nicht klappt? Und wer weiss ob sich die Mama - sollte sie irgendwann mal ihre Tochter nicht mehr mögen und Shorty auch nicht - mit einer anderen Vergesellschaften lässt wenn sie jetzt so "dumm" reagiert? Also habe ich einen Tag später die Tochter wieder zu ihrer Mama getan damit ich ggf. die Mama nicht neu vergesellschaften muss.

Ein paar Tage später habe ich mich getraut es selbst nochmal zu versuchen die drei zusammenzusetzen. Ich nahm die beiden Grossen in die Hand und keiner hat "vibriert" oder mit den Zähnen geknirscht. Die Tochter blieb derweil alleine auf einer TG-Hälfte. Nach einer gewissen Zeit war ich mutig und optimistisch und habe die beiden in die andere TG-Hälfte gesetzt. Nach ein paar Minuten hat mich der Mut verlassen, denn die Mama wurde recht unfreundlich zu Shorty sodass ich die Mama wieder rausnehmen und zu ihrer Tochter zurück auf die andere TG-Seite setzen wollte. Ist mir nicht ganz nach Plan gelungen, denn die Mama hat sich kräftig in meinem Daumen verbissen sodass ich sie auf meinem Daumen hängend, ich die Zähne zusammen beissend um nicht vor Schmerz zu schreien, auf die andere Seite transferiert habe. Die Zeit wollte nicht enden ... und irgendwann hat sie dann endlich losgelassen.

Seither ist der Status unverändert, die drei sind nach wie vor im Trenngitter und werden 1-2 Mal am Tag von einer Seite auf die andere Seite gesetzt.

Mitterlweile habe ich die beiden Sandbäder heraus genommen, weil die Mama immer das Nest im Sandbad gebaut hatte und mir daher zu wenig am Gitter war um Shorty zu beschnüffeln. Soweit ist es bei den Seitenwechseln friedlich, kein aggressives Verhalten am Gitter, lediglich Geschnuppere im "fremden" Nest.

Der nächste Versuch des Zusammensetzens ist für's kommende Wochenende geplant ...
lg, Verena
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Beitragvon Munin » 07.04.2010, 16:02

hallo krumelchen!
wie gehts deinem daumen?

tut mir leid, dass sich deine VG so lange hinzieht..ich war ja auch schon fast am aufgeben...aber halt durch!

hab da mal ne frage: du hast bei der trenngitter-methode die sandbäder dringelassen? ist das nicht "kontraproduktiv"? :shock:
die rennsen nehmen dann ja nicht den geruch des anderen an, auch wenn man sie hin und hersetzt, wenn sie sich dann kurz baden haben sie wieder 100 % eigengeruch...oder?
ich hab ihnen wirklich nur unterschlupf und futter/wasser dringelassen. als ich nach erfolgreicher VG dann mal kurz das sandbad reingestellt hab, haben die mädels etwas geborstelt, deshalb hab ichs an dem tag wieder raus gegeben. inzwischen ist es wieder im aqua und es läuft alles gut *puh*!

was ich damit sagen will: versuchs doch mal ohne sandbäder!
ich halt dir die daumen!
lg, munin
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Beitragvon krumelchen » 07.04.2010, 18:41

Danke, der Daumen ist wieder einsatzbereit *gg*
War nur ein Tag wo ich den Daumen quasi nicht einsetzen konnte, mittlerweile sieht man die Spuren zwar noch aber es tut überhaupt nicht mehr weh.

Die Sandbäder sind nun eh draussen, hatte bisher allerdings immer ganz gute Erfahrungen damit, weil durch das Wuzeln im Sand sich ja die Gerüche meiner Meinung nach noch besser angleichen.
Dafür haben sie sonst keinerlei Einrichtung. Also momentan nur Einstreu, Futter & Wasser (und die mit Papier selbst gebauten Nester).

Heute nach dem abendlichen Seitenwechsel hat sich die Mama zur Abwechslung mal wieder aufgeplustert und das "fremde" Nest etwas zerlegt, die Tochter ist nur verschreckt in einer Ecke gesessen - wie immer halt - und Shorty hat etwas geschnüffelt und sich dann einfach ins Nest gesetzt wo bis vor wenigen Minuten noch die "Fremden" drinnen waren.
Also an Shorty oder der Tochter liegt es keinesfalls.

Mit Shorty hatte ich vor ein paar Monaten schon eine 2:1 VG (wobei sie damals auf der Seite der 2 war) und die hat problemlos nach nur 3 Tagen Trenngitter funktioniert. Leider sind ihre beiden Partnerinnen innerhalb weniger Monate gestorben.

Danke auf jeden Fall für's Daumen halten!
lg, Verena
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Beitragvon Munin » 08.04.2010, 20:50

hi krumel!
schön, wenns deinem daumen wieder besser geht :D
bei mir wars genau gleich! baby und einzelmaus war super, aber die mama warf sich immer dazwischen, damit ihrem baby nur ja nix passiert...
ich glaub, es wird schon bei deinen. weißt du, ich glaub an den "richtigen zeitpunkt", wenn der da is, funzt es.

was hast du für ein trenngitter? ich hatte ja zuerst eins (selbstgebastelt), bei dem in der mitte der holzrahmen war und auf beiden seiten gitter..war irgendwie nicht so klass, weil sooo viel platz dazwischen war, also die vermeintlichen partnerinnen konnten gar nie schnuppern..ok, am anfang wollt ich das ja auch nicht, weil: man weiß ja nie. aber dann, als alles ins stocken geraten war, hab ich ein neues trenngitter gebaut. das gitter selbst ist nur auf einer seite des rahmens, aber es ist sehr eng (das gitter eines fahrradkorbes, das karoartige, engmaschige), da kann beschnuppert werden und sicherheitsabstand ist trotzdem da, weils so eng ist. plötzlich waren die mädels sehr viel interessierter an dem, was da auf der anderen seite rumhüpft ;D

wird schon werden! wie wärs mit eingeschränktem freilauf? irgendwie hats bei mir immer dann gefunkt. das transportbox-zusammensetzen war nie so klass, da muss man ja immer von oben zugreifen, falls was is, also wie ein greifvogel..ich hatte die mädels am bett, da hat man übersicht und sie rennen sich nur hin und wider über den weg, lief da ganz gut.
liebe grüße aus graz! ich halt noch immer die daumen und sie werden schon ganz blau :D
ps: wünscht mir glück, morgen TA mit der "mama", siehe "krankheiten"
Munin
 

Beitragvon krumelchen » 09.04.2010, 13:10

Mein Trenngitter ist ein doppeltes und auch feinmaschiges (Maschenweite ca. 6mm). Ich traue mich kein einfaches Trenngitter zu nehmen, denn es gab schon einen Fall wo auch durch ein einfaches und engmaschiges Trenngitter eine Maus böse an der Nase verletzt wurde.

Gestern Abend haben mich die drei etwas geschreckt, die Mama dürfte auf einer Seite so fest gegen das Trenngitter gestossen haben, dass es sich verschoben hatte und nicht mehr gerade sondern leicht schräg drinnen war. Viel hätte nicht mehr gefehlt und sie wäre auf der anderen Seite gewesen. Habe dann gestern Abend nocht schnell gebastelt um das Trenngitter zu fixieren damit auf keinen Fall das Trenngitter unbeabsichtig "durchgängig" wird.

Ich sehe das Problem nicht mit dem von oben zugreifen, ich mache es jetzt beim Seitenwechsel auch nicht anders. Und mittlerweile kenneen sie das (auch wenn es ihnen nicht gefällt) sodass ich das nicht als etwaiges Scheiterkriterium sehen würde.
lg, Verena
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Beitragvon Munin » 10.04.2010, 08:43

bin gespannt, wann sich deine dazu entschließen, es mal miteinander zu versuchen :D
Munin
 

Beitragvon krumelchen » 11.04.2010, 09:31

Nicht nur Du ;-)
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Re: 2:1 Vergesellschaftung von Mädls

Beitragvon krumelchen » 20.06.2010, 18:53

Spät aber doch nun das Update:
Die Vergesellschaftung habe ich im Endeffekt abgebrochen. Es hat einfach nicht sollen sein :-(
Shorty hat sich zwar mit der Tochter verstanden, aber mit der Mama überhaupt nicht.

Mittlerweile hat Shorty eine neue, junge Freundin gefunden und die Mama + Tochter wurden vermittelt und freuen sich nun sicher, dass sie nicht mehr in einem 60er-Becken leben müssen und viel Platz zum toben haben.
lg, Verena
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